Leben im Kloster

Die Mönche und die arbeitenden Brüder lebten im Kloster. Ihr Lebensrhythmus wurde durch die Ordensregeln bestimmt. Die Zeiten für die Gebete waren dem klastromLauf des Tages angepasst: Frühmorgens, bei Sonnenaufgang, vormittags, mittags, nachmittags, bei Sonnenuntergang und vor dem Schlafengehen war das gemeinsame Gebet, das Stundengebet für alle Pflicht. Zwischen den Gebetsstunden führten sie die in der Abtei vorkommenden, vom Prior vergebenen Aufgaben aus, sie arbeiteten im Kloster, auf den Feldern oder in der Landwirtschaft. Während der Arbeit durften sie nicht sprechen. Die Zeit des Gebets wurde durch ein Läuten angezeigt, und als sie dies hörten, gingen sie normalerweise in die Kirche, um zu beten, aber wenn sie nicht von der Arbeit fortkonnten, zogen sie sich zurück und beteten dort. Als die Arbeit erledigt war, wurde das Abendgebet, die Vesper bereits im Kloster gesprochen. Das Mittagessen nach dem Gottesdienst zu Mittag und das Abendessen wurden im Refektorium im Erdgeschoss des Klostergebäudes eingenommen. Während des Essens las ein Mönch seinen Gefährten auf einem zu diesem Zweck dienenden Podest aus der heiligen Schrift oder anderen Büchern vor. Die Mönche lasen in der Ruhezeit nach den Arbeiten, sie sprachen miteinander im Gemeinschaftsraum im 1. Stock des Klosters oder dachten nach, in der sich daneben befindenden Bücherei stellten sie Nachforschungen an und lernten.

 

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